Mein Tag der deutschen Sprache 2018 (von Fiona Thomas)
Dieses Jahr hat meine Klasse 6 LM am Schüler-Schreibwettbewerb zum Thema „Schöne deutsche Sprache – Sprache ist Musik in meinen Ohren“ teilgenommen. Ende April haben wir zwei Texte ausgewählt und wie ca. 400 weitere Teilnehmer an die „Neue Fruchtbringende Gesellschaft“  in Köthen geschickt, die den Schreibwettbewerb schon zum 12. Mal veranstaltete. Die insgesamt 13 Preisträger sind dabei durch eine Jury in zwei Runden ermittelt worden. Die „Neue Fruchtbringende Gesellschaft“ wurde 2007 gegründet und ist ein Verein, der  in der sprachpflegerischen Tradition der historischen Fruchtbringenden Gesellschaft des 17. Jahrhunderts steht, die 1617 gegründet wurde.
Ende Juli habe ich dann einen Brief mit einer Einladung bekommen, in dem stand, dass ich in der Altersgruppe 5. und 6. Klasse den dritten Platz belegt habe. Ich konnte überhaupt nicht glauben, was ich da las! In dem Brief stand auch, dass ich meine Geschichte am Tag der deutschen Sprache in Köthen bei der feierlichen Preisverleihung vorlesen sollte.
Meiner Familie und mir wurde auch extra ein Hotel gebucht und wir haben ein Tagesplan für Samstag, den 8.9.2018 erhalten. Am Freitagabend sind wir dann nach Köthen aufgebrochen. Das Hotel war sehr schön. Am Samstag um 9:00 Uhr sollten wir bei Köthens Bibliothek zu einer Sprechwerkstatt zur Vorbereitung sein. Dort wurden die Preisträger von ihren Eltern getrennt. Während wir, die Preisträger, mit einem freundlichen Herrn mitgehen sollten, haben unsere Eltern eine Stadtbesichtigung mit Führung gemacht. Wir sind in die Bibliothek, in einen großen Saal geführt worden. Vorne war eine freie Fläche mit einem Stehpult, das wir zur Seite räumten, und Stühle, auf denen wir Platz nahmen. Wir spielten Kennenlernspiele und machten danach einen Workshop zum Thema „Wie lese ich am besten vor?“. Das klingt vielleicht langweilig, war aber ziemlich lustig und interessant. Drei Stunden lang ging der Workshop. Dann hatten wir erst mal Mittagspause.
Anschließend zogen wir uns festliche Sachen an und mussten auch schon wieder los. Vor unserem großen Auftritt machten wir Teilnehmer mit den Workshop-Leitern nochmal Stimmübungen. Wir wurden immer nervöser, als die Zeiger 15 Uhr immer näher kamen. Zehn Minuten vorher gingen wir in den Saal und setzten uns zu unseren Eltern. Von um drei bis halb vier sang ein Chor und wichtige Leute, wie der Oberbürgermeister von Köthen und die Vorsitzende der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft, hielten eine Rede. Auch der Bildungsminister schrieb eine Rede, die aber von jemand anderem verlesen wurde.
Jetzt waren wir dran. Die 3. Und 4. Klassenstufe machte den Anfang. Der erste Platz war der einzige Junge in diesem Jahr, der einen Preis gewann. Er kam aus Taiwan und konnte leider nicht anreisen, hat aber eine Video-Botschaft geschickt. Die 5. Und 6. Klassenstufe war danach dran, also auch ich. Da ich den dritten Platz belegte, musste ich auch anfangen. Aus zeitlichen Gründen konnte ich meine Geschichte nicht ganz vorlesen, aber es freute mich, dass einige Zuhörer sofort in der Broschüre weiterlasen. In meiner Altersklasse gab es zwei erste Plätze ein Gedicht und eine Geschichte. Nach uns war die 7.-9. Klassenstufe dran. Der dritte Platz ging an eine Schülerin aus Österreich, die sich sogar die Mühe machte, anzureisen. Die Erstplatzierte schrieb einen Text, der in die selten gewählte Gattung der Dramatik fiel. Sie hatte sogar Anweisung für die Beleuchtung eingebaut. Daraufhin machte die 10.-13. Klassenstufe mit ihren so unterschiedlichen Geschichten noch einmal klar, wie unterschiedlich man das Thema aufgreifen kann. Den Schluss bildete der Sonderpreis des Oberbürgermeisters, den eine Preisträgerin erhielt, die schon dreimal zuvor Preisträgerin gewesen war. Das Ende der festlichen Veranstaltung bildete eine Tanzgruppe, die zwei Tänze aufführte. Zwei Stunden später, um 19 Uhr, fand noch eine informative Rede zur deutschen Sprache von Pfarrer Dr. Anselm Grün statt, die bis 20:30 Uhr ging. Das war ein langer, aufregender, lustiger und lehrreicher Tag. Am Sonntag fuhren wir dann nach dem Frühstück im Hotel wieder nach Hause und ich habe mir vorgenommen, nochmal an dem Wettbewerb teilzunehmen.